Vereinsarbeit hängt an erstaunlich vielen Zetteln. An der Strichliste an der Theke, an der Doodle-Umfrage für den nächsten Spieltag, an der Website, die seit drei Jahren niemand anfassen möchte, an der Basar-Anmeldung, die über WhatsApp läuft und bei der irgendwann zwei Leute dieselbe Nummer haben. Das funktioniert alles irgendwie — bis es das nicht mehr tut, und dann sitzt jemand abends da und sortiert es gerade.
Ich baue sowas. Nicht als Firma, sondern weil ich es kann und weil es Spaß macht, wenn etwas, das man gebaut hat, tatsächlich in einer Turnhalle oder an einer Theke benutzt wird.
Was möglich ist
- Eine Vereinswebsite, die der Vorstand selbst pflegt. Ohne WordPress, ohne Update-Banner, ohne monatliche Kosten fürs Hosting.
- Die Theke ohne Strichliste. Ein iPad, das ohnehin schon dasteht, bucht Getränke auf Mitglieder — und der Kassenwart bekommt am Monatsende eine Summe statt einer Handschriftprobe.
- Terminabstimmung, die auch eine Aufstellung vorschlägt. Nicht nur wer kann, sondern wer nach Meldeliste spielen sollte.
- Eine Basar- oder Event-Anmeldung mit Kasse und Abrechnung. Von der Einwilligungserklärung bis zur fertigen Auszahlung je Verkäufernummer.
- Grafiken für Instagram auf Knopfdruck. Formular ausfüllen, fertige Ergebnisgrafik im Vereinsdesign herausbekommen.
Bevor ihr fragt: zwei ehrliche Punkte
Das Bauen ist nicht das Problem. Eine Vereinswebsite, eine kleine App für die Theke, ein Anmeldesystem für den Basar — das entsteht meistens an ein paar Abenden, und ich mache es gerne.
Das Problem ist das dritte Jahr. Ein System, das am Basar-Wochenende die Kasse führt, muss auch nächstes Jahr noch laufen. Updates, Zertifikate, ein Backup, das man auch wirklich zurückspielen kann — und jemand, der erreichbar ist, wenn samstags um neun das iPad nicht mehr bucht. Genau daran sterben die meisten Vereinslösungen: Sie werden gebaut, sie funktionieren, und dann zieht derjenige weg, der sie gebaut hat.
Deshalb rede ich darüber lieber vorher als hinterher. Was ich baue, gehört dem Verein: Der Quellcode liegt beim Verein, Domain und Zugänge laufen auf den Verein, nicht auf mich. Laufende Kosten — eine Domain, bei manchen Sachen ein kleiner Server — zahlt der Verein direkt an den Anbieter. Und wer sich um den laufenden Betrieb kümmert, klären wir am Anfang gemeinsam; ich helfe dabei, es so zu bauen, dass man dafür kein Informatiker sein muss.
Ich baue nichts, aus dem man nicht wieder rauskommt. Beim TC Blau-Weiß stand vorher eine WordPress-Seite, die schlicht niemand mehr benutzt hat — unübersichtlich und sicherheitstechnisch nicht mehr zu verantworten. Heute kümmere ich mich zwar weiterhin darum, aber der laufende Betrieb besteht im Wesentlichen daraus, Pull Requests zu bestätigen, die von selbst entstehen: Spielergebnisse zieht die Seite automatisch von nuLiga, und wenn eine Vorstandsmail eintrifft, zerlegt ein Agent sie im Hintergrund in Termine, Infos und alles Übrige und arbeitet sie ein. Genau darum geht es beim dritten Jahr — die Arbeit macht die Maschine, ein Mensch schaut nur noch drüber.
Was schon läuft
Kinderbasar Biekhofen
Anmeldung, Kasse und Abrechnung für einen Kinderflohmarkt
- FastAPI
- Postgres
- HTMX
- Railway
Vereinswebsite TC Blau-Weiß
Von WordPress zu einer Seite, die der Vorstand selbst pflegt
- Hugo
- DecapCMS
- Cloudflare Pages
Medenspiel-Planner
Aufstellungsvorschlag statt Doodle-Kette für die Medenspiele
- FastAPI
- SQLModel
- HTMX
- Railway
Getränkebuchung am iPad
Die Strichliste an der Vereinstheke als Kiosk-App
- SwiftUI
- SwiftData
- CloudKit
- NFC
Social-Media-Grafiken auf Knopfdruck
Instagram-fertige Ergebnisgrafiken, ohne dass jemand Canva öffnen muss
- TypeScript
- Vite
- Cloudflare Pages
- Cloudflare Access
Kontakt
Wenn euch etwas davon bekannt vorkommt, schreibt mir einfach — am besten mit zwei, drei Sätzen dazu, woran es bei euch gerade hakt. Ich sage auch ehrlich, wenn ich glaube, dass ihr für euer Problem gar keine Software braucht.