Problem
Reines Energiemonitoring ist schnell langweilig. Eine Zeitreihe in Grafana zeichnet hübsche Sägezähne und beantwortet keine der Fragen, die im Alltag tatsächlich vorkommen: Ist die Waschmaschine fertig? Wie viele Espressi waren es diese Woche?
Lösung
Aus dem rohen Verbrauchsstrom werden diskrete Events. Eine Zustandsmaschine pro Gerät — idle, active, cooling down — erkennt anhand von Schwellwert-Hysterese, Mindest- und Maximaldauer und einer Cooldown-Zeit, wann ein Waschzyklus, eine TV-Session oder ein Espressobezug beginnt und wann er endet. Kurze Stromabfälle zwischen zwei Schleudergängen lösen dabei kein falsches Zyklusende aus. Jedes abgeschlossene Event geht mit Spitzenleistung, Durchschnitt, Energie und Tags wie Stunde und Wochentag in eine eigene InfluxDB-Bucket, getrennt von den Rohdaten.
Ergebnis
Läuft in Docker-Containern auf dem NAS, ohne Cloud und ohne Vendor-Lock-in. Angezeigt wird in Grafana, per Pushover und auf einer Ulanzi-AWTRIX-Pixeluhr im Wohnzimmer, die zwischen aktueller Solarleistung und Tageszusammenfassung wechselt. Statt Watt zu interpretieren, lese ich dort Sätze wie „3 Espressi, 2,1 h TV, 1 Waschzyklus" ab.